Marco Nörenberg:
Ja, hallo liebe Kolleginnen und Kollegen. Heute hat es mich virtuell ganz in den äußersten Osten der Republik gelockt, nach Görlitz in Sachsen. Hier ist eine interessante österreichische Company mit einer Zweigstelle beheimatet und zwar Grantiro, was in der Übersetzung aus dem Spanischen soviel wie großer Wurf oder schwieriger Wurf bedeutet. Zumindest understatement scheint nicht zum Geschäftsmodell zu gehören und besonders die Aktivitäten rund um den französischen Eisenbahnwagonbauer Alstom hier in Görlitz haben mein Interesse und meine Aufmerksamkeit geweckt. Also habe ich einmal den Kontakt zum Niederlassungsleiter hier, Christoph Scholze, gesucht und die Geschichte, die er zu erzählen hat, die ist wirklich ausgesprochen interessant.
Gewerkschaftsfreiheit - 360 Grad BR Interview mit Dr. Rolf Geffken
Marco Nörenberg:
Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen, heute bin ich nach Hamburg-Harburg gefahren, um mich mit dem renommierten Rechtsanwalt, Autor sowie Arbeits- und Verfassungsrechter Dr. Rolf Geffken zu treffen. Wir wollen uns in diesem Podcast-Interview um das Arbeits- und Verfassungsrecht in einer sehr besonderen Frage unterhalten. Die Frage nämlich, wie es sich um die Gewerkschaftsfreiheit in Deutschland verhält. Ich bin mir sicher, dass nicht jede und nicht jeder von euch den Gesprächsverlauf erwartet, mit dem ich fest rechne.
Und damit ein herzliches Hallo, lieber Herr Dr. Geffken, oder wie wir Neudeutschen sagen, Moin. Vielen Dank, dass Sie mich hier in Ihrer Kanzlei für dieses Interview empfangen. Sie haben im vergangenen Jahr ein besonders interessantes Buch herausgebracht. Es heißt, Einspruch im Sinne der Arbeit und kein geringerer als Dr. Gregor Gysi hat das Vorwort geschrieben. Das Buch ist ein Streifzug durch 50 Jahre Anwaltsleben hierzulande und hält kurzweilige 30 Geschichten bereit,
mit denen am Arbeitsrecht Interessierten einige Einblicke über die Entwicklung des Arbeitsrechts hierzulande ergeben. Ich habe zwei Lieblingskapitel in diesem Buch. Das eine heißt Mord an Bord und dreht sich um Gewaltandrohungen auf einem Schiff mit der Folge einer versuchten Kündigung. Das andere Lieblingskapitel ist das mit unserem heutigen Hauptthema. Aber vielleicht mögen Sie einfach mal zum Einstieg Ihr Buch und die zugrundeliegenden Erfahrungen Gedanken vorstellen.
Die SBV nicht das fünfte Rad am Wagen des Betriebsrats! 360 Grad Interview mit Axel Schmidt, Vorsitzender der KSBV Munich Re
Marco Nörenberg:
Hallo liebe Betriebsräte zu einer neuen Folge des Podcasts 360 Grad Betriebsrat. In vielen Betrieben und Unternehmen laufen Betriebsrat und SBV so nebeneinander her. Teilweise ist aber auch die Zusammenarbeit ausgesprochen eng und vertrauensvoll. Ich habe im Laufe vieler Jahre als Betriebsrat und ehrenamtlicher Gewerkschaftsfunktionär dabei viele engagierte und kompetente SBVler kennengelernt. Aber nicht selten führten sie in ihren Häusern abseits des Betriebsrats ein Nischendasein und mussten um die Beachtung ihrer Klientel, aber auch von ihnen als SBV selbst, permanent ringen. Jetzt, vor Wahlen, sind die Schwerbehindertenvertreter naturgemäß besonders gefragt, denn sie erreichen die schwerbehinderten Kolleginnen und Kollegen meist in besonderer Weise und können somit auch bei Betriebsratswahlen ein entscheidender Faktor sein. Über die besondere Rolle der Schwerbehindertenvertretung bei der Betriebsratswahl und vor allem darüber hinaus unterhalte ich mich heute mit einem besonderen Kollegen, den ich seit vielen, vielen Jahren kenne, Axel Schmidt. Er ist Vorsitzender der Konzernschwerbehindertenvertretung des DAX- Konzerns Munich Re. In meiner Eigenschaft als Gewerkschaftsvertreter in der Branche nehme ich regelmäßig an Workshops der Konzern SBV mit rund 50 Kolleginnen und Kollegen referierend und diskutierend teil. Das sind spannende Leute und das sind tolle Veranstaltungen. Wie man sich als schwerbehinderter Arbeitnehmer, als Vertrauensperson der Schwerbehinderten und in der Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat fühlt, darüber sprechen wir jetzt.
360 Grad BR - Interview mit Holger Dahl, Deutschlands gefragtester Einigungsstellenvorsitzender
Marco Nörenberg:
Wenn sich Betriebsrat und Arbeitgeber in mitbestimmungspflichtigen Angelegenheiten nicht einigen können und auch in einigen anderen Konstellationen, dann geht es in die Einigungsstelle. Ich erlebe in meiner Beratungspraxis immer wieder, dass auch erfahrene Betriebsräte keine allzu klare Vorstellung darüber haben, wie das funktioniert und was da eigentlich genau passiert. Das ist leicht erklärbar, denn die allermeisten Betriebsräte sind tatsächlich noch nie in eine Einigungsstelle involviert gewesen. Warum das manchmal bedeutet, dass man Mitbestimmungsrechte verschenkt oder auch nur Einigungsmöglichkeiten auslässt, wie das eigentlich so abläuft in einer Einigungsstelle, darüber unterhalte ich mich heute mit einem der renommiertesten Einigungsstellenvorsitzenden in Deutschland, Holger Dahl.
Teil 2 des Interviews 360 Grad BR mit Prof. Dr. Däubler
Marco Nörenberg:
Ja hallo liebe Kolleginnen und Kollegen, da sind wir wieder mit dem 360° BR Podcast im Interview mit Prof. Dr. Wolfgang Däubler. Das war toll, das Gespräch. Kann ich euch nur sagen, wirklich was ganz Besonderes. Prof. Dr. Däubler hat ja nicht nur im ersten Teil des Interviews seiner fachlichen Expertise Ausdruck verliehen, sondern darüber hinaus auch noch den ein oder anderen Schwank oder persönliche Sichtweise, die er hat auf das arbeitsrechtliche Geschehen in Deutschland, zum Besten gegeben. Ich kann euch sagen, der zweite Teil des Interviews wird nicht minder interessant, wird nicht minder spannend und auch nicht minder voll interessanter Einblicke in die Arbeitsrechtswissenschaft in Deutschland. Ich freue mich darauf und ich freue mich auch darüber, dass ihr hier in der Leitung seid.
360 Grad BR Interview mit Prof. Dr. Wolfgang Däubler - Betriebsräte und Gewerkschaften im digitalen Betrieb (Teil 1 von 2) 360 Grad BR Interview mit Prof. Dr. Wolfgang Däubler
Marco Nörenberg:
Ja, hallo, liebe Kolleginnen und Kollegen! Heute hat es mich in ein malerisches Örtchen in Baden- Württemberg verschlagen. Die Reise von Hamburg hierher habe ich gern angetreten, denn ich habe heute die Gelegenheit, ein Gespräch mit einem der angesehensten Arbeitsrechtswissenschaftler Deutschlands zu führen, dessen Ruf- und Wirkungsgebiet sogar weit über unser Land hinausgeht, Prof. Dr. Wolfgang Däubler. Mit ihm spreche ich heute über ein wichtiges Thema in dieser Zeit, nämlich die Frage, wie Betriebsräte und Gewerkschaften im digitalen Zeitalter mit den Beschäftigten kommunizieren dürfen. Das ist insbesondere natürlich immer dann noch ein arbeitsrechtliches Thema, wenn hierbei Ressourcen des Arbeitgebers genutzt werden sollen oder die Beschäftigten in der Arbeitszeit von Betriebsräten und Gewerkschaften digital behelligt werden.
Das erste Jahr nach der BR-Wahl ist rum – wie ist die Bilanz, wie geht’s weiter?
Nachdem Ihr nach den Betriebsratswahlen im letzten Jahr nun etwa ein Jahr im Amt seid, ist für Viele der Zeitpunkt gekommen, strukturiert zu reflektieren, wie der Start gewesen ist, ob alle neuen Kolleginnen und Kollegen im Betriebsrat angekommen sind und sich einbringen und auch, ob Nachjustierungsbedarf für die verbleibende Amtszeit besteht. Derzeit werde auch ich ungewöhnlich häufig angefragt, ob ich einen solchen Strategieworkshop moderieren und unterstützen kann. Für all diejenigen, die sich einer solchen externen Moderation nicht nähern wollen oder können, erzähle ich heute einmal, wie ich an solche Dinge vom Grunde her rangehe und gebe ein paar Tipps, wie auch Ihr so etwas in Eigenregie machen könntet.
Gesund und glücklich im Homeoffice – Gespräch mit Lisa Rosa Bräutigam, nuwo
Marco Nörenberg:
Beim Thema Homeoffice werden viele Mitbestimmungsrechte von Betriebsräten berührt. Angefangen natürlich bei Fragen der Technik, der Leistungs- und Verhaltenskontrolle, der Arbeitszeit und ihrer Erfassung bis hin zum noch neueren Mitbestimmungsrecht von Betriebsräten bei der Ausgestaltung von mobiler Arbeit.
Betriebsversammlung - Transkription des 360 Grand BR Podcast
Die pandemiebedingte Sonderregelung, nach der Betriebsversammlungen hybrid oder online durchgeführt werden konnten, ist ausgelaufen. Seit dem 8. April diesen Jahres sind Betriebsversammlungen nur noch in Präsenzform durchzuführen. Ich habe sowohl im Kreis meiner Kontakte als auch in meinem Social Media Umfeld einen großen Aufschrei wahrgenommen. Dies sei rückwärtsgewandt, es ignoriere den Fortschritt, die Digitalisierung sowieso und widerspreche dem veränderten Arbeits- und Lebensverhalten vieler Kolleginnen und Kollegen. Außerdem sei dies nicht gut für den Umweltschutz, dass es den familiären Bedürfnissen der Beschäftigten vorbeigehe und vieles mehr. Auch wenn Viele sicherlich in diesen Kanon mit einstimmen, möchte ich heute eine etwas andere Position einnehmen und zwar: die Betriebsversammlung in Präsenz sind gerade in diesen Zeiten sehr wichtig und nötig, wenngleich das nicht heißen muss, dass alles so bleiben sollte wie es im Moment ist.
Als Betriebsrat im Jahr 2023 besser werden! „Gute Vorsätze“ fürs neue Jahr.
Als ich vor dem Weihnachtsfest einmal in LinkedIn die Frage gepostet habe, welche „guten Vorsätze“ Ihr Euch für die Arbeit im Betriebsrat vornehmen wollt, war ich doch überrascht von der Resonanz: Die ersten Reaktionen, auch direkt im Beitrag, gingen in die Richtung, gute Vorsätze brauche man nicht oder auch, man wolle weiterhin sein Bestes geben.
Erst so nach und nach kamen dann wirkliche echte Punkte auf, was man sich für 2023 als Betriebsrat, JAV oder SBV vornehmen könnte oder auch möchte. Da war eine Menge Interessantes bei, das mir schon wieder Futter für viele Folgen gibt, vielen Dank also an Euch für die Beteiligung an dieser Diskussion!
Die JAV – Partner und Nachwuchsschmiede des Betriebsrats
Ich bin immer wieder erfreut überrascht über die zahlreicher werdenden Rückmeldungen zu dieser Reihe. Vielen Dank dafür! Jetzt hat mir aber in der letzten Woche jemand mal so richtig einen eingeschenkt: Ständig würde ich sagen, dass ich mit meiner Beratungsfirma 360 Grad Betriebsrat Cosulting einen Mehrwert schaffen will auch für die Arbeit von Jugend- und Auszubildendenvertretungen, tatsächlich aber noch nicht eine einzige Folge zur JAV gemacht.
Der Punkt geht ganz klar an den jungen Kollegen, und so geht es heute um meine Sicht auf eines der wichtigsten Dinge in unserer Gesellschaft: Das Engagement junger Leute und ihre Übernahme von Verantwortung für die Gestaltung von Arbeitsbedingungen! Heute geht es um die JAV!
Als Betriebsrat die Seminare des Arbeitgebers mit eigenen Teilnehmern besetzen
Ich habe schon oft gute Betriebsräte getroffen, die in diesem Thema wenig oder gar nicht initiativ waren, schlicht deshalb, weil das allgemein der Sphäre des Arbeitgebers zugerechnet wird.
Mehrarbeitsanträge des Arbeitgebers ablehnen - macht man das als Betriebsrat?
Jetzt hat er endgültig den Verstand verloren, wird sich vielleicht mancher von Euch denken. Überstunden verhindern? Die sind doch meist ausgesprochen beliebt bei den Kolleginnen und Kollegen, schließlich gibt es dafür in aller Regel Zuschläge. Außerdem geht’s doch schließlich darum, die Arbeit zu schaffen, das befriedigt die Kunden und sichert die Wettbewerbsposition des Unternehmens, was ja am Ende auch die Sicherheit der Arbeitsplätze erhöht.
Dennoch habe ich in meiner langen Betriebsratslaufbahn an einigen Stellen Mehrarbeit gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Betriebsrat blockiert und hätte es auch an anderen Stellen getan. Warum es aus meiner Sicht also durchaus opportun für Betriebsräte sein kann, Mehrarbeit im Betrieb zu verhindern und was dabei zu bedenken ist, darum geht es in dieser Folge.
Dem Arbeitgeber in die Urlaubsvergabe reingrätschen
Weiter geht es mit der Reihe „So etwas macht man als Betriebsrat nicht – oder doch?“, und heute geht es um die zweitschönste Zeit im Jahr, nach der Weihnachtszeit. Für manche zumindest: Die Urlaubszeit!
Da haben natürlich alle Beschäftigten Wünsche, etwa durch das geschickte Ausnutzen von Brückentagen, das Legen des Urlaubs in die attraktiven Sommerzeiten oder auch die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr für Familienbesuche den Nutzen zu maximieren.
Der Arbeitgeber hat meist andere Ziele mit Blick auf genau diese Zeiträume: Das Aufrechterhalten von Serviceleveln, Mindestbesetzungen, ein gut laufendes Geschäft und Ähnliches.
Den Arbeitgeber auf Unterlassung in Anspruch nehmen
Ich habe tatsächlich ein selbst erlebtes Beispiel für das gerichtliche Durchsetzen eines Unterlassungsanspruches heute für Euch dabei. Ist irgendetwas um die 10 Jahre her, bei dem Betrieb in Hamburg, dessen Betriebsrat ich vorgesessen habe. Aus heiterem Himmel kam der Arbeitgeber darauf, per Mail allen Beschäftigten zu verkünden, dass fortan aus Gründen des Gesundheitsschutzes im gesamten Betrieb ein absolutes Rauchverbot gelte.
Inflation jetzt als Betriebsrat thematisieren
Ich bin in den letzten Tagen und Wochen eine Menge unterwegs und im Kontakt mit Betriebsräten und Beschäftigten. Dabei stelle ich immer wieder fest, dass es zwei Themen gibt, die momentan ausgesprochen dominant sind: Das ist zum einen das Thema Wertschätzung im Sinne attraktiver Arbeits- und Einkommensbedingungen und zum anderen die großen Unsicherheiten nahezu Aller wegen dem, was außerhalb der Betriebe gerade in unserer Welt passiert.
Zur Klimakrise ließe sich hier separat etwas sagen, und tatsächlich denke ich auch in der Betriebsratsberatung auf dem Thema rum. Zur Ukraine-Krise sagt gefühlt nahezu jeden Tag jeder etwas, und ich werde nicht müde, die besondere Rolle von Betriebsräten für den sozialen Frieden hierzulande zu betonen und einen beschäftigtenorientierten und partnerschaftlichen Umgang von Arbeitgebern mit ihren Betriebsräten einzufordern.
Effizient im Betriebsrat – Die Ausschüsse
Die Betriebsausschüsse sind gebildet und nun steht die Frage an, ob und wenn ja welche weiteren Ausschüsse der Betriebsrat bilden sollte und auch, wer in ihnen mitwirken sollte. Gerade für neu gewählte Kolleginnen und Kollegen im Betriebsrat ist das zunächst mal ein Mysterium, und es ist an den alten Hasen und vor allem der Betriebsausschüsse bzw. den Vorsitzenden, den Prozess der Ausschussbildung und -besetzung zu orchestrieren.
Klingt alles erstmal recht einfach und kann es auch sein, dennoch gibt’s den ein oder anderen Stolperstrick in der Frage bzw. lassen sich mit wenigen Kniffen deutliche Vorteile für den Betriebsrat generieren. Grund genug für mich, den Ausschüssen des Betriebsrats einmal eine Folge zu widmen. Los geht’s!
Wertschätzung und Solidarität – Betriebsräte sind DER Schlüssel für erfolgreiche Unternehmen
Immer mehr Unternehmen und Branchen haben echte Probleme, gutes oder überhaupt Personal zu finden. Aktuell sehen wir Schlangen von hunderten Metern an Flughäfen, geschlossene Gastronomiebetriebe oder solche mit stark eingeschränktem Service und Fachkräftemangel allerorten. Was ist da los?
Zugleich sehen wir steigende Krankheitsquoten, ganz besonders im psychischen Bereich und auch eine so genannte „Great Resignation“, was eine Kündigungswelle von Beschäftigten in der jüngeren Vergangenheit bedeutet. Was ist da los?
Erfolgreich im Betriebsrat - Der Betriebsausschuss
In den neu gewählten Betriebsräten sind die Konstituierungen in der Regel abgeschlossen, und auch der Betriebsausschuss ist besetzt. Gerade für neue Betriebsräte ist häufig nicht ganz klar, was genau die Aufgaben sind und wie der Betriebsausschuss im Verhältnis zum Betriebsrat, den Beschäftigten und dem Arbeitgeber gegenüber agiert.
Aber, auch das bekomme ich mit, auch manch altem Hasen sind bestimmte Zusammenhänge mit diesem Gremium und Gestaltungsmöglichkeiten nicht vollkommen vor Augen.
Deshalb, und um das Thema „Betriebsausschuss“ einmal vom Grunde her auszuleuchten, geht’s in der heutigen Folge mal detaillier um dieses wichtige Gremium.
Betriebsratsvorsitzende - Leader, aber keine Chefs!
Die Rolle von Betriebsratsvorsitzenden ist im Betriebsverfassungsgesetz sehr genau beschrieben und abgegrenzt. Über das Gesetz hinaus wirken Vorsitzende des Betriebsrats natürlich intensiv intern, als Organisatoren, Förderer, Integrations- und Orientierungsfiguren, Ansprechpartner, Moderatoren, Konfliktschlichter und vieles mehr. Gute Vorsitzende können ihre Betriebsräte auf höheres Level heben.
Ich habe selbst als langjähriger Vorsitzender von Betriebs-, Gesamt- und Konzernbetriebsräten umfassende Erfahrung mit dieser Funktion gesammelt. Sie ist ausgesprochen wichtig, insbesondere dann, wenn es mal knirscht im Umgang mit dem Arbeitgeber oder auch intern. Vorsitzende haben nicht selten Druck von verschiedenen Seiten und spüren die Last der Verantwortung, haben aber auch Gestaltungsmöglichkeiten und tiefe Einblicke in wichtige Zusammenhänge.

360 Grad
Betriebsrat Consulting GmbH

